Berlin Beginnings (1991-1997)

1991 zieht Gayle Tufts fest nach Berlin, um für zwei Jahre mit der Tanzfabrik Berlin zu arbeiten. Sie tanzt, singt, führt Regie und gibt Unterricht. In der Tanzfabrik lernt sie ihren ersten deutschen Pianisten kennen: Otto Schönthaler. Die West-Berliner Off-Theater-Szene bietet viele Möglichkeiten. Tufts mietet für ihren ersten Berliner Soloabend das Theater „Friends of Italien Opera“ für 75 Mark am Abend.

Auf einem Benefiz in Hamburg, Anfang der 90er, erlebt sie zum ersten Mal Rainer Bielfeldt.

Ihr ist sofort klar, dass sie mit ihm zusammen arbeiten möchte. Doch erst Monate später ergibt sich die Gelegenheit, als Matthias Frings beide einlädt, auf einem AIDS-Benefiz in Düsseldorf aufzutreten. Beide haben noch nie zusammen gespielt und wollen vor dem Auftritt drei Lieder einstudieren. Da genau an diesem Tag die Alliierten Berlin verlassen, verpasst Tufts ihren Flug und kommt erst zum Auftritt in Düsseldorf an. Ohne eine gemeinsame Probe wird der Auftritt ein großer Erfolg. „Das Dreamteam des deutschen Entertainments“ – so der TIP – ist geboren. Die Texterin Gayle Tufts hat ihren Komponisten gefunden.

Rainer Bielfeldt zieht nach Berlin, wo alle Premieren stattfinden. Die Theater werden größer. Nach der Premiere von Berlin Suite III im Foyer des Halleschen Ufer – der ehemaligen Schaubühne – bietet die Leitung des Hauses Tufts den großen Saal an.

Mit „A Foreign Affair“ bricht sie sogar den Zuschauerrekord des Hauses.

Die Abende von Gayle Tufts sind  - unter anderem – dafür berühmt, dass sie nie aufhören. Sie gibt musikalische Zugabe um Zugabe. Am Abend der CD-Aufnahme dauert der Abend über eine Stunden länger. Nur sehr wenige dieser Lieder sind bisher veröffentlicht (auf der CD „The Big Show).

 

APPROPRIATE SCHMOOZING
1992 Premiere: Friends of Italian Opera, Berlin.

I WAS WIM WENDERS LOVE SLAVE
1993 Premiere: Friends of Italien Opera, Berlin

BERLIN SUITE I 1994
Premiere: Theater am Halleschen Ufer, Berlin

BERLIN SUITE II 1995
Premiere: Theater am Halleschen Ufer, Berlin, mit Rainer Bielfeldt

ABSOLUTELY UNTERWEGS 1995
Premiere: Stükke Theater, Berlin, mit Rainer Bielfeldt

BERLIN SUITE III 1995
Premiere: Theater am Halleschen Ufer, Berlin, mit Rainer Bielfeldt.

BEST OF BERLIN SUITE 1996
Premiere: Theater am Halleschen Ufer, Berlin, mit Rainer Bielfeldt.

A FOREIGN AFFAIR 1996
Premiere: Theater am Halleschen Ufer, Berlin, mit Rainer Bielfeldt. Regie: Thomas Hermanns.

 

 

PRESSEECHO
"Sie singt im burschikosen blauen Anzug Balladen, Chansons und kraftvoll den Blues. Mit einer Altstimme, klar wie eine frischgeputzte Fensterscheibe und doch voller feeling und Energie, schmettert sie zu Klavier und Saxophon vom ?brand new girl in town?, das es aus New York nach Berlin verschlagen hat...Auch die Überleitungen unterstreichen nur ihr Showtalent: Gayle Tufts, das selbstdeklarierte ?große Mädchen mit der großen Stimme?, verspricht zwei Stunden perfekte Kurzweil, eine wunderbare Bluesstimme und viel Augenzwinkern." Tagesspiegel 28.9.1992
"Was Gayle Tufts zu bieten hat ist wirklich vom Allerfeinsten. Die Texte ihrer Chansons sind spritzig, geistreich, persönlich. Spritzig auch ihr Gesang, - nie prätentiös, immer lustvoll, - , spritzig die Rhythmen, die Melodien, das Arrangement...Der tosende Applaus will kein Ende nehmen. Ich wäre auch noch lange sitzen geblieben ? mit offenen Ohren, mit offenem Mund." Züricher Zeitung 28.8.1995
"Die Lieder machen aus der One-Woman-Show fast ein One-Woman-Musical. Das bestreitet Gayle Tufts durch ihre enorme Bühnenpräsenz spielend allein. Mit Temperament und Schlagfertigkeit geht sie auf ihr Publikum ein, das ihr vom ersten Augenblick an zu Füßen liegt." Zitty Mai 1996
"Sie singt so schön, wie er Klavier spielt, und wenn sie beide in rotem und blauen Licht stehen und sich beide an die unzähligen gemeinsamen Abstürze nach den unzähligen gemeinsamen Konzerten erinnern, schwelgt das Publikum im Angesicht der üppigen Freundschaft, des lustvollen Gesangs, der überströmenden Stimmung, träumt von herrlichen Ausschweifungen, großen Gefühlen und dem Leben als Operninszenierung." Taz 25.4.1996